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Investitionsstau an den Unikliniken Halle und Magdeburg beseitigen

Ärztekammer fordert auskömmliche Finanzierung der Hochschulmedizin

Pressemitteilung vom 26. Oktober 2016

Magdeburg/Ärztekammer. In der Diskussion um die Finanzierung der Unikliniken in Sachsen-Anhalt fordert die Ärztekammer mehr Geld für Investitionen. "Beide Unikliniken sind gerade bei schweren, seltenen und aufwendigen Erkrankungen für eine hochqualitative medizinische Versorgung unverzichtbar", erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Die derzeitige Finanzierung spiegelt diese außergewöhnliche Bedeutung der Universitätsmedizin nicht wieder.

Unsere Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken behandeln schwierige und komplizierte Fälle, die nur unter geeigneten Bedingungen versorgt werden können. Sie wollen ihren Patienten auch zukünftig diese hochwertige Versorgung anbieten. Hierfür bedarf es eines deutlichen Bekenntnisses der Landespolitik. Der erhebliche Investitionsstau der vergangenen Jahre hat sich weiter verschärft. Den Klinken fehlt die notwendige Planungssicherheit für die Zukunft.

"Ich kenne den Zustand des Bettenhauses 2 an der Universitätsklinik in Halle. Auch aus Berichten meiner Patienten. Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht wird niemand bestreiten. Die medizinisch gute Versorgung durch unsere Kollegen verliert an Wert, wenn die Unterbringung der Patienten diesem Anspruch nicht gerecht wird", so die Kammerpräsidentin. Sie kennt den Nachholbedarf aus Berichten. "Gerade die Kollegen in Magdeburg schildern mir auch den erheblichen Investitionsbedarf für medizinische Geräte".

Sie appelliert daher an die Politik, die Investitionen nicht auf ein Minimum weiter einzufrieren.

Die Investitionen sichern die medizinische Versorgung einer weiter alternden Gemeinschaft und stützen die Kliniken als Forschungseinrichtungen und bedeutende Arbeitgeber im Land.

Die Ärztekammer verweist zudem darauf, dass Unikliniken die Verantwortung für die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses tragen. Auch im Interesse des dringend benötigten ärztlichen Nachwuchses im Land, empfiehlt die Ärztekammer, die Appelle der Universitätsmediziner im Land ernst zu nehmen.